Der Pilger Kamanita
wieder erreichte, z?gerte ich nicht, diese zu wecken, und scho
Hügel waren mit blühendem Gebüsch bestanden, das einen würzigen Duft verbreitete; etwa in der Mitte der langgestreckten Talsohle und unfern dem Flü?chen erhob sich ein Nyagrodhabaum, dessen undurchdringlic
h dann am zarten Ufergras zu laben. Die Leute erfrischten sich durch ein Bad und machten sich dann gleich daran, dürre Zweige zu sammeln und ein Feuer zum Reiskochen anzuzünden, w?hrend ich selbst--auch durch ein Bad erfrischt
fochten mit meinen Leuten, die alle im Gebrauch der Waffen geübt waren und sich tapfer verteidigten. Bald war ich mitten im Kampfgetümmel. Mehrere R?uber fielen von meiner Hand. Pl?tzlich sah ich einen gro?en, b?rtigen Mann von schrecklichem Aussehen vor mir; sein Oberk?rper war unbekleidet, und um den Hals trug er ein
Fü?en gefesselt auf der Erde. Um mich her waren alle meine Leute erschlagen bis auf einen, einen alten Diener meines Vaters, der von der Menge überw?ltigt worden und
er an meinem Herzen getragen hatte. Nicht weit von mir glaubte ich sie zu entdecken, ein rotes Fl?mmchen im zerstampften Grase, gerade dort, wo die jüngsten R?uber hin und her liefen, das dampfende Fleisch des schnell geschlachteten und gebratenen Rindes und Kürbisflaschen mit Branntwein den Schmausenden zu bringen. Mir war es, als ob sie mein Herz zerstampften, so oft ich meine arme Asokablume unte
g machte die Flasche die Runde, und die Gesichter"--mit Ausnahme eines einzigen, von dem ich noch sp?ter sprechen werde
zu Zeit nach mir herüberblitzten, lie?en mich mein Amulett gegen den b?sen Blick, das jetzt auf der zottigen Brust des Ungeheuers selber ergl?nzte, sehr vermissen. In der Tat hatte ich, wie ich sp?ter erfuhr, einen Liebling Angulimalas und dazu den besten Degen der ganzen Bande vor seinen Augen niedergestreckt, und der H?uptling hatte mich nur deshalb nicht get?tet, weil er seine Rachsucht durch den Anblick meiner langsamen Todesmarter zu stillen gedachte. Die anderen aber wollten nicht zugeben, da? eine reich
egeld für den Sohn zu beschaffen; von zwei Brüdern schickten sie den ?lteren; war ein Lehrer mit seinem Jünger in ihre H?nde gefallen, so wurde der Jünger abgesandt, hatten sie einen Herrn und seinen Diener gefangen, so mu?te der Diener gehen--darum eben hie?en sie "Absender".
sich auf den Weg begab, ritzte aber Angulimala einige Zeichen in ein Palmblatt und übergab es ihm. Es war eine Art Geleitbrief für den Fall, da? er auf dem Rückweg, wenn er die Summe bei sich trug, in die H?nde and
e Freiheit benutzte, war, da? ich nach der Stelle hinstürzte, wo ich die Asokablume hatte verschwinden sehen. Aber ach, nicht einmal mehr ein farbloses Restchen ko
r diesen gef?hrlichen Gesellen, in der Erwartung de
unglückliche Gefangene wurden vor ihrem Bild geschlachtet; man stellte das Opfer vor den Altar und ?ffnete ihm eine Schlagader, so da? das Blut gerade in den aufgerissenen Mund der scheu?lichen, mit Menschensch?deln behangenen Gestalt spritzte. Danach folgte eine wilde Orgie, wobei die R?uber sich im Rauschtrank bis zur Besinnungslosigkeit besoffen und sich mit den Bajaderen erg?tzten, die man zu diesem Zwecke mit beispielloser Dreistigkeit aus einem gro?en Tempel entführt hatte. Angulimala, der in seiner Weinlaun
ber auf Grund wissenschaftlicher Erw?gungen zu den "Absendern" über. Vom v?terlichen Hause her hatte er n?mlich einen Hang zu religi?sen Betrachtungen und nicht weniger zu gelehrten Er?rterungen ererbt. So leitete er einerseits den Opferdienst als Priester--und man schrieb das seltene Glück dieser Bande fast ebensosehr seiner
Mondlicht, und seine ganze Erscheinung war der eines vedischen Lehrers nicht un?hnlich, der in der Stille der Mondnacht den Insassen der Waldeinsiedelei die Geheimlehre mitteilt--aber manches unheilig wilde Gesicht, ja manche Galgenphysiognomie war rings in der Runde zu schauen. Mir ist es in der Tat, als ob ich sie in diesem Augenblick s?h
scher Op
d R?uber genannt--und über ihre unterschiedlichsten Gebr?uche. Ebenso lehrreich wie unterhaltend waren seine Exkurse über Themata wie: "Die Nützlichkeit der Dirnen zum Hineinlegen der Polizei", oder "Kennzeichen der für Bestechung zug?nglichen Beamten h?heren und niederen Ranges, nebst kurzer Anweisung über die in Frage kommenden Geldbetr?ge". Von scharfsinnigster Menschenbeobachtung und strengster Schlu?folgerung zeugte seine Behandlung der Frage "Wie und
f?rmigen" Hakens wurde sehr anschaulich dargelegt; der Gebrauch des leisen Saitenspieles, um zu erkunden, ob jemand wacht, und des aus Holz gemachten M?nnerkopfes, den man zur Tür oder zum Fenster hereinsteckt, um zu sehen, ob dieser vermeintliche Einbrecher bemerkt wird--alles dies wurde gründlich besprochen. Seine Er?rterungen, wie man bei Ausführung eines Diebsta
n, mu? ich dir die berühmteste Stelle aus seinem in fast kanonischem Ansehen stehe
und das folgende Kapitel siehe