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Der Pilger Kamanita

Chapter 6 AUF DER TERRASSE DER SORGENLOSEN

Word Count: 3170    |    Released on: 06/12/2017

hoch aufgeschürzt, fest gegürtet und das Schwert in der Hand, nach der Westseite des palastartigen Ha

hatten gehüllte Felsenwand, überstiegen dann mit Leichtigkeit die Mauer und befanden uns nun auf einer gro?en, mit Palmen, As

itzen, und bei diesem Anblick fing ich an so heftig an allen Gliedern zu zittern, da? ich mich an die Brüstung lehnen mu?te, deren marmorne K?lte meine in F

e von dem unverhofften Glück, sie hier zu treffen, hervorstammeln. Als sie aber meine gro?e Zaghaftigkeit bemerkte, schien sie selber ruhiger zu werden. Sie setzte sich wieder auf die Bank und lud mich mit einer l?ssigen Bewegung ihrer Lotushand ein, neben ihr Platz zu nehmen, w?hrend sie mit einer Stimme, die sehr leicht und gar lieblich zitterte, mir versicherte, sie sei sehr glücklich über diese Gelegenheit, mir zu danken, weil ich ihr den Ball mit solcher Geschicklichkeit zurückgeworfen h?tte, da? keine St?rung im Spiel entstanden sei; denn w?re das geschehen, so w

m einen solchen Duft von Bewunderung haben entstr?men lassen, da? du dad

twortete sie, "du bist ja gewohnt, in deiner Hei

es Wort gewesen w?re, und da? ich nur so gesprochen h?tte, um nicht mein sü?es Geheimnis dem Freunde preiszugeben. Das wollte sie aber nicht glauben, oder tat wenigstens so; und darüber verga? ich dann glücklich meine ganze Schüchternheit, geriet in gro?en Eifer, um sie zu überzeugen, und erz?hlte ihr, wie bei ihrem Anblick der Liebesgott sein

ge an meiner Brust verbarg und mir in kaum h?rbaren Worten gestand, da? es ihr ebenso gegangen sei wie mir, u

sen, bis pl?tzlich der Gedanke an meine unmittelbar bevorstehende Abreise wie ein sc

r verlassen wolle, wenn ich mich auch als Tagel?hner in Kosambi verdingen müsse.--In den Wind gesprochen waren alle Beteuerungen, da? meine Verzweiflung bei der Trennung nicht geringer sei als die ihre, und da? nur die harte, unerbittliche Notwendigkeit mich so bald von ihr wegrisse. Kaum da? sie unter Schluchzen ein paar Worte hervorbringen konnte, um zu fragen, warum es denn so notwendig sei,

hlang und mich wieder und wieder kü?te und vor Freude lachte und weinte. Freilich sagte sie nun gleich: "Da siehst du, es ist gar nicht so notwendig, da? du schon wegreisest, denn dann mü?test du es ja unbedingt tun."--Als ich mich aber anschickte, ihr Alles noch einmal auseinanderzusetzen, schlo? sie mir den Mund mit einem Kusse und sagte, sie wisse, da? ich sie

dem Bescheid, da? mein Gesch?ft leider noch nicht v?llig erledigt sei, und ich infolgedessen darauf verzichten müsse, die Heimreise un

r Gesandte selber hereintrat. Erschrocken sprang ich auf und verbeugte mich tief vor ihm, w?hrend er mit zie

ch immer unbeendigten Gesch?ft zu rede

ch?fte im Gange sind, wenn ein junger Fant pl?tzlich eine Stadt nicht verlassen kann, selbst

i, stie? er bei mir auf einen Widerstand, mit dem er offenbar nicht gerechnet hatte. Vom befehlenden Ton ging er zum drohenden, von diesem zuletzt zum bittenden über. Er erinnerte mich daran, wie

hl warten müssen, bis wieder einmal eine Gesandtschaft nach Kosambi ginge, bevor ich zu meiner Vasitthi zurückkehren k?nnte! Nein, ich woll

as alles war in den Wind gesprochen. Endlich verlie? er mich in gro?em Zo

meiner Liebe hingegeben. In diesem sü?en Bewu?tsein schlief ich fest ein und erwachte er

nach dem Wiedersehen von dannen. Das Mondlicht wollte mir silberner erscheinen, der Marmor kühler, der Duft der Doppeljasminen berauschender, der Ruf der Kokila l

nd auch "Herzensfrieden" nennen ja die Dichter den Asoka, den ich nirgends so sch?n gewachsen gesehen habe wie gerade dort. Die speerf?rmigen, nimmer ruhigen Bl?tter gl?nzten in den Mondstrahlen und lispelten im leisen Nachtwinde, und zwischen ihnen glühten die goldigen, orangefa

n wir weit hinaus ins Land, sahen die Silberb?nder der beiden Flüsse sich durch die ungeheure Ebene winden und sich an der hochheiligen St?tte vereinigen, die sie die "Dreilocke" nennen, weil sie glauben, da? die himmlis

en Schneegipfel die Wohnung der G?tter, dessen unerme?liche W?lder und tiefe Felsenklüfte

hishma, in silberner Rüstung und wei?em Gelock auf hohem Wagen emporragend, seine glattr?hrigen Pfeile über die Feinde regnen lassen; der tapfere Phagadatta würde auf seinem kampfwütigen, rüsselschwingenden Ilfenstier heranstürmen, der gewandte Krishna das wei?e Viergespann Arjunas in das wildeste Kampfgetümmel hineinjagen. O, wie sehr habe ich den Gesandten um seine Zugeh?rigkeit zur Kriegerkaste beneidet, als er mir sagte, sei

Heroen, die in den Liedern leben. Welcher, k?nnten wir freilich nicht wissen, da durch diesen

e etwas geh?rt--wie ich denn überhaupt fand, da?, wie alles andere, au

ihn in seinen Garten gepflanzt habe, einen Baum, dessen tiefrote Blüten weit in die Runde ihren Duft verbreiten. Und wer diesen Duf

auch unsere Namen gewesen sein m?gen. Und vielleicht sind Liebe und Treue das einzig Wirkliche, das Namen und Gestalten wechselt. Sie sind die Melodien, und wir die Lauten, auf denen sie gespielt werden. Die Laute zerbricht, und eine andere wird gestimmt; aber die Melodie blei

ndert ob solcher seltsamen Gedanken. Sie aber fügte mit

ch etwas ?hnliches verlauten lie?: ich solle nur zu Krishna beten und das Denken den Brahmanen überlassen. Da ich nun a

mit den Worten, die Damayanti, im Walde umherirrend, an den Asoka richtet, nur da? die schmiegsamen Clokaverse des Dichters

Wehklage lausche de

'Herzfrieden'! diesem He

sp?hend, sprechend mi

Herzwalter wandert, wo

en an, in deren Tr?nen das Mondlicht sich

denkst, dann stelle dir vor, da? ich hier stehe und so mit diesem sch?

e Arme und pre?te mein

e herab und lie? sich auf unsere tr?nenfeuchten Wangen nieder. Vasitthi nahm sie l?chelnd i

Somadatta auf einer Bank nicht weit von uns entfernt sa?, sprang auf, und

gen schon an abzufallen. Bald we

ll, sondern nur solche scharlachrote, wie jene, die Freund Kamanita soeben in seinem Gewande verbarg. Denn im goldenen Buch der Liebe hei?t es: 'Safrangelbe Neigung nennt

ine Medini auf ihre lus

auch mit ihrem sü?en L?cheln, indem s

der Hals Qivas wurde, als der Gott das Gift verschlang, das sonst die Wesen vernichtet h?tte. Und so mu? es auch sein: auch das Gift des Lebens mu? die wahre Liebe vertra

Vasitthi in jener Nacht u

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1 Chapter 1 DER ERHABENE BEGRüSST DIE STADT DER FüNF HüGEL2 Chapter 2 DIE BEGEGNUNG3 Chapter 3 NACH DEM UFER DER GANGA4 Chapter 4 DIE BALLSPIELERIN5 Chapter 5 DAS MAGISCHE BILDNIS6 Chapter 6 AUF DER TERRASSE DER SORGENLOSEN7 Chapter 7 IN DER SCHLUCHT8 Chapter 8 DIE PARADIESKNOSPE9 Chapter 9 UNTER DEM R UBERGESTIRN10 Chapter 10 GEHEIMLEHRE11 Chapter 11 DER ELEFANTENRüSSEL12 Chapter 12 AM GRABE DES HEILIGEN VAJA RAVAS13 Chapter 13 DER LEBEMANN14 Chapter 14 DER EHEMANN15 Chapter 15 DER KAHLE PFAFF16 Chapter 16 KAMPFBEREIT17 Chapter 17 IN DIE HEIMATLOSIGKEITi18 Chapter 18 IN DER HALLE DES HAFNERS19 Chapter 19 DER MEISTER20 Chapter 20 DAS UNVERNüNFTIGE KIND21 Chapter 21 MITTEN IM LAUFE22 Chapter 22 IM PARADIESE DES WESTENS23 Chapter 23 SELIGE REIGEN24 Chapter 24 DER KORALLENBAUM25 Chapter 25 DIE KNOSPE FFNET SICH26 Chapter 26 DIE KETTE MIT DEM TIGERAUGE27 Chapter 27 DER WAHRHEITSAKT (SACCAKIRIYA)28 Chapter 28 AM GESTADE DER HIMMLISCHEN GANGA29 Chapter 29 IM DUFTE DER KORALLENBLüTEN30 Chapter 30 ALLES ENTSTANDENE-- 31 Chapter 31 DIE ERSCHEINUNG AUF DER TERRASSE32 Chapter 32 SATAGIRA33 Chapter 33 ANGULIMALA34 Chapter 34 DIE SPEERH LLE35 Chapter 35 LAUTERE SPENDE36 Chapter 36 BUDDHA UND KRISHNA37 Chapter 37 PARADIESWELKEN38 Chapter 38 IM REICHE DES HUNDERTTAUSENDFACHEN BRAHMA39 Chapter 39 WELTEND MMERUNG40 Chapter 40 IM KRISHNAHAIN41 Chapter 41 DER LEICHTE SPRUCH42 Chapter 42 DIE KRANKE NONNE43 Chapter 43 DAS NIRVANA DES VOLLENDETEN44 Chapter 44 VASITTHIS VERM CHTNIS45 Chapter 45 WELTENNACHT UND WELTENGRAUEN